Die Liste der Förderprogramme ist schier unendlich und jedes Programm hat seine eigenen Besonderheiten: Klimafreundlicher Neubau (KFN), Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment (KNN), Wohneigentumsförderung für Familien, Jung kauft Alt, Förderung genossenschaftlichen Wohnens, Altersgerecht Umbauen, Wohneigentumsprogramm, BEG Effiziente Wohngebäude, BEG Heizungsförderung, BEG Einzelmaßnahmen etc.
Neben den Förderprogrammen gibt es zinsgünstige Darlehen oder steuerlich absetzbare Investitionen. Insgesamt existieren derzeit über 3.000 verschiedene Förderprogramme auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, die bei einer Investition in Immobilien in Frage kommen.
Das so genannte Heizungsgesetz hat zuletzt die Gemüter erhitzt. Nach dem Rekordjahr 2023 ging der Absatz von Wärmepumpen im vergangenen Jahr auf 193.000 Geräte zurück, die Nachfrage nach Fördermitteln stieg jedoch mit über 151.000 Zusagen deutlich an. Der Fachverband Wärmepumpe rechnet damit, dass sich der Markt bereits 2025 erholt. Entscheidend sei, dass die kommende Bundesregierung diesen Trend durch gezielte Investitionsimpulse unterstützt.
Dagegen kritisiert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die derzeitige Förderpraxis für Wärmepumpen als ineffizient und verbraucherfeindlich. Sie fordert eine grundlegende Reform der Wärmepumpenförderung, denn die derzeitige prozentuale Förderung macht Wärmepumpen in Deutschland deutlich teurer als in anderen europäischen Ländern. Hohe Kosten, lange Installationszeiten und unnötige Bürokratie hemmen den Einbau von Wärmepumpen. Die DUH fordert eine Umstellung der Förderung auf einen garantierten Festbetrag und eine vereinfachte Installation.
Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum kann in Deutschland derzeit nicht gedeckt werden. Wer eine neue Mietwohnung sucht, braucht viel Geduld und muss mit stark steigenden Mieten rechnen. Ein Grund dafür sind die seit 2022 gestiegenen Zinsen und Preise, die dem Wohnungsbau große Probleme bereiten. 57 Prozent der Unternehmen meldeten im Januar einen Auftragsmangel. Das ist laut ifo Institut der höchste jemals gemessene Wert.
Das Bundesbauministerium (BMWSB ) hat eine Bilanz der Förderprogramme für Neubau, Eigentumserwerb und barrierefreie Sanierungen für das Jahr 2024 vorgelegt. Dazu Bundesbauministerin Klara Geywitz: „Das Förderjahr 2024 zeigt deutlich, dass unsere Programme gut in der Branche angenommen werden“. Besonders beim Bau von Mehrfamilienhäusern werde die Förderung des Bundes nachgefragt. Das Zuschussprogramm Altersgerecht Umbauen ist planmäßig zum Ende des Jahres 2024 ausgelaufen. Nach Angaben des BMWSB wurden seit dem 01.01.2022 bis einschließlich 31.12.2024 Maßnahmen in rund 108.000 Wohneinheiten gefördert. In Schleswig-Holstein waren dies 2.189 Maßnahmen mit einem Volumen von 4.043.710,60 Euro.
Eine der Hauptaufgaben der künftigen Bundesregierung wird es sein, die Wohnungsmisere zu beenden. Laut einer Studie des Pestel-Instituts fehlen derzeit bundesweit rund 550.000 Wohnungen – vor allem bezahlbare. Branchenexperten beklagen seit Jahren, dass viel zu wenig gebaut wird und erhoffen sich von der neuen Bundesregierung eine effizientere Förderung.
Haben Sie Fragen zu den Fördermöglichkeiten für Ihre geplanten Maßnahmen?
Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf.
Wir beraten Sie gerne.
Das könnte Sie auch interessieren: 2025: Neue Gesetze, Regeln und Vorgaben