Wohnen ist ein Grundbedürfnis und ein Menschenrecht. In gemäßigten Klimazonen ist es leichter zu erfüllen als in Regionen wie Schleswig-Holstein, wo es im Winter lebenswichtig ist, ein Dach über dem Kopf zu haben. Doch Wohnen erfüllt mehr Ansprüche. Das zeigen regelmäßige Studien zu den Wohnwünschen.
Die unterschiedlichen Nutzungsansprüche an Gebäude und Räume stellen vor allem die Städte, aber auch die Politik vor Herausforderungen. Menschen, die mit ihrer Wohnsituation zufrieden sind, sind auch insgesamt zufriedener und tragen eher zum Wohl der Gemeinschaft bei.
Die Knappheit an Wohnraum entwickelt sich inzwischen sogar zur Wachstumsbremse der deutschen Wirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des renommierten Pestel-Instituts mit dem Titel „Wohnen im Lebenszyklus“, die anlässlich der EXPO REAL veröffentlicht wurde. Demnach ist es nicht nur eine soziale Frage, den Wohnungsmarkt aktiver zu gestalten, sondern auch ein dringendes wirtschaftspolitisches Gebot: Ohne Wohnraum kein Wachstum.
In unsicheren Zeiten wird Wohnen heute als Rückzugsort gesehen. Eine aktuelle Studie hat die Wohnträume von rund 1.500 Menschen in Deutschland untersucht. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass das Zuhause für viele mehr ist als nur ein Ort zum Schlafen: Es wird zunehmend als Schutzraum empfunden. Gerade in Zeiten multipler Krisen wünschen sich 93 Prozent der Befragten einen sicheren Rückzugsort. 80 Prozent möchten langfristig in ihrer Immobilie bleiben.
Mit 54 Prozent der Nennungen bleibt das freistehende Einfamilienhaus weiterhin der größte Traum, auch wenn dieser Wert leicht gesunken ist (minus zwei Prozent im Vergleich zu 2024). Zunehmend im Kommen sind dagegen pragmatischere Alternativen. So gewinnen Doppelhaushälften (+3 Prozent) und Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+5 Prozent) an Attraktivität.
Die Wohnwünsche werden also bodenständiger und stärker an den Alltag und die Lebensrealität angepasst. Gleichzeitig ist der Wunsch nach Veränderung deutlich spürbar: 60 Prozent der Befragten möchten ihre aktuelle Wohnsituation verändern, um besser mit ihrem Lebensstil im Einklang zu leben.
Der angespannte Wohnungsmarkt versperrt vielen den Weg zum Traumzuhause. 63 Prozent der Befragten empfinden den Immobilienmarkt als festgefahren, 60 Prozent sehen sich finanziell nicht in der Lage, eine Immobilie zu erwerben. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) kritisiert, dass es insgesamt zu wenig Wohnraum in Deutschland gibt.
Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist nach wie vor sehr stark: Für viele steht ein schönes Zuhause direkt hinter der Gesundheit an zweiter Stelle der wichtigsten Lebensziele. Zwei Drittel der Mieterinnen und Mieter träumen weiterhin vom Eigentum, doch hohe Preise und Zinsen stehen dem entgegen.
Rund 75 Prozent nennen sinkende Immobilienpreise als entscheidende Voraussetzung für einen Kauf, 53 Prozent wünschen sich niedrigere Kreditzinsen.
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