Immobilieneigentümer:innen fällt es derzeit schwer, sich einen Überblick zum Thema energetische Gebäudesanierung zu verschaffen. Insbesondere bei geeigneten Heizungstechnologien, Förderbedingungen und gesetzlichen Verpflichtungen bestehen Informationsdefizite. Dies zeigt das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderte Forschungsprojekt „Building Dialogue“. Das Projektteam hat mit dem frei verfügbaren Online-Tool einen Wegweiser entwickelt, mit dem sich Hauseigentümer:innen ohne Vorwissen unabhängig informieren können: building-dialogue.rl-institut.de.
Ob neue Heizung, neues Dach oder Wärmedämmung – bei der energetischen Sanierung von Wohngebäuden gibt es viele Maßnahmen und jeweils passende Förderprogramme. „Wir haben festgestellt, dass fehlende Orientierung für passende Sanierungsmaßnahmen, Unsicherheiten wegen finanzieller Belastung und die technische Akzeptanz, zum Beispiel von neuen Technologien wie Wärmepumpen, als zentrale Hinderungsgründe für Sanierungsmaßnahmen wirken“, sagt Marie-Claire Gering, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin am RLI.
Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurde ein Online-Wegweiser entwickelt. Er bietet Nutzenden eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die bei der energetischen Sanierung unterstützt, und liefert leicht verständliche Informationen zu den Themen Modernisierungsmöglichkeiten, Heizungswechsel, Förderprogramme und Rechtliches. Der „Wegweiser“ ist ein Online-Tool, das dabei hilft, den Ausgangszustand eines Gebäudes sowie den individuellen Sanierungsbedarf einzuschätzen. Es vermittelt leicht verständliches Wissen zur energetischen Gebäudesanierung und stellt kostenlose Beratungsangebote sowie weitere Tools vor.
Die Wissenschaftler:innen haben den Bedarf unterschiedlicher Gruppen analysiert. Die Ergebnisse zeigen: Während professionelle Akteursgruppen wie Wohnungsunternehmen und Energieberatende über umfassende Kenntnisse und Ressourcen verfügen, bestehen bei privaten Eigentümer:innen und WEGs Defizite. Die Analyse zeigt das Bedürfnis dieser Gruppen nach verständlichen, praxisnahen Informationen. Fragen zum Budget, zu Technologien und die Integration regionaler Besonderheiten stehen dabei im Vordergrund.
Informationen sind das A und O der Wärmewende. Seit Anfang 2024 sind Kommunen als planungsverantwortliche Stellen dazu verpflichtet, kommunale Wärmepläne zu erstellen. Für Gemeindegebiete mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern müssen diese spätestens Mitte 2026 vorliegen. Die Stiftung Umweltenergierecht will mit Praxisleitfäden dabei helfen, den Übergang von der Planung in die praktische Umsetzung erfolgreich zu gestalten.
Die Projektpartner der Stiftung – adelphi research gGmbH und die Hochschule Bremen – haben Leitfäden zur Umsetzung von Wärmeplänen entwickelt. Für den Erfolg der Wärmewende ist eine enge, gut koordinierte Zusammenarbeit aller Beteiligten entscheidend. Die Stiftung hat zu allen relevanten Prozessschritten rechtliche Praxishinweise verfasst. Die Leitfäden stehen ab sofort auf der Homepage der Stiftung Umweltenergierecht zum kostenfreien Download bereit: stiftung-umweltenergierecht.de/leitfaeden-zur-umsetzung-kommunaler-waermeplaene.
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