Das Rentensystem stößt an seine Grenzen. Die neueste Umfrage des Bankenverbandes zur Altersvorsorge hat ergeben: Zwar bewerten fast drei Viertel (73 Prozent) der Befragten ihre aktuelle finanzielle Lage positiv, doch rechnen 42 Prozent der Frauen und 37 Prozent der Männer im Alter mit deutlichen Einschränkungen.
Inzwischen ist angekommen, dass Handlungsbedarf besteht, aber Wissenslücken hemmen das Engagement rund um die private Vorsorge: 44 Prozent fühlen sich zu Finanz- und Vorsorgethemen nicht ausreichend informiert. 76 Prozent der Befragten empfinden das Rentensystem als kompliziert.
Laut Stiftung Warentest haben Kunden in der Vergangenheit millionenfach klassische private Rentenversicherungen mit garantiertem Zins abgeschlossen. Damit erzielen sie zwar keine hohe Rendite, erhalten aber auf bequeme Weise eine lebenslange Rente. Für ab 2025 neu abgeschlossene Verträge dürfen die Versicherer maximal eine jährliche Verzinsung von einem Prozent garantieren.
Das ist vielen zu wenig. Daher ist Wohneigentum die beliebteste Form der Altersvorsorge in Deutschland. So zeigt etwa eine Studie von Kantar, dass drei Viertel der Befragten das eigene Zuhause für eine sichere Altersvorsorge halten. Für 60 Prozent ist es sogar die beste Art, für den Ruhestand vorzusorgen.
Wohneigentum als Altersvorsorge hat den Vorteil, dass man im Alter keine Miete zahlen muss. Zudem ist man unabhängig von Mieterhöhungen. Finanzielle Freiheit erreicht man jedoch nur, wenn die Immobilie bis zur Rente vollständig abbezahlt ist.
Es ist sinnvoll, bereits beim Bauen oder Kaufen darauf zu achten, dass die Immobilie altersgerecht ist. Um vor dem Rentenalter notwendige Umbaumaßnahmen durchführen zu können, sollte eine Instandhaltungsrücklage gebildet werden. Ein Bausparvertrag eignet sich dafür besonders gut, da bereits bei Vertragsabschluss die Konditionen für den zukünftigen Kredit feststehen.
Grundsätzlich sollten Sie sich fragen, ob Sie die Ruhe auf dem Land oder das Leben in der Stadt bevorzugen. In einem Flächenland wie Schleswig-Holstein ist das von Bedeutung. Auf dem Land haben Sie zwar Ruhe und Platz, doch Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte sind mitunter weit entfernt.
Eine selbst genutzte Immobilie ist die einzige Form der Altersvorsorge, deren Vorteile sich bereits lange vor dem Ruhestand nutzen lassen: Eigentümerinnen und Eigentümer können ihr Heim so gestalten, wie sie möchten und beliebig umbauen, ohne einen Vermieter um Erlaubnis fragen zu müssen.
Übrigens hat das Forschungsinstitut empirica auf Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamtes nachgewiesen, dass Wohneigentümer kurz vor dem Ruhestand über ein gut fünfmal so hohes Vermögen wie Mieter:innen in derselben Einkommensgruppe verfügen. Wohneigentümer bauen demnach ein deutlich höheres Vermögen auf als vergleichbare Mieterhaushalte.
Eine weitere Möglichkeit, die Rente aufzubessern, ist der Kauf und die anschließende Vermietung einer Immobilie. Denn das bringt feste monatliche Einkünfte. Zudem können Vermieterinnen und Vermieter verschiedene Ausgaben von der Steuer absetzen.
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