Eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) lohnt sich, wenn der Stromverbrauch eines Haushalts hoch ist, eine Wärmepumpe genutzt wird oder geplant ist, ein Elektroauto geladen werden soll, das Dach nach Süden, Osten oder Westen ausgerichtet und möglichst wenig verschattet ist oder ohnehin saniert werden soll.
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat im ersten Halbjahr 2026 einen deutlich gestiegenen Photovoltaik-Zubau registriert. Die aktuelle Dynamik sei vor allem auf Sondereffekte wie die angekündigten Änderungen der Solarförderung und den Wunsch nach mehr Energieunabhängigkeit zurückzuführen.
Photovoltaikanlagen sind für viele Eigenheimbesitzende der Einstieg in die private Energiewende: Wer eigenen Strom erzeugt, investiert wahrscheinlich auch in Wärmepumpen, Batteriespeicher oder Elektromobilität. Dies geht aus einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Initiative Klimaneutrales Deutschland hervor. Bereits 36 Prozent haben eine Anlage installiert, weitere 26 Prozent planen die Anschaffung bis 2030.
Für Eigenheimbesitzende unter 45 Jahren sind die hohen Anschaffungskosten das größte Hindernis: 71 Prozent nennen sie als Grund. Über alle Altersgruppen hinweg liegt dieser Wert bei 56 Prozent. Wie wirtschaftlich die Investition in eine Photovoltaikanlage ist, hängt allerdings auch von den politischen Rahmenbedingungen ab – und diese sollen sich spätestens Anfang 2027 ändern.
Die Wirtschaftsministerin will durchsetzen, dass Hausbesitzende für neu installierte Photovoltaikanlagen künftig keine feste Einspeisevergütung für den produzierten Strom mehr erhalten. Das Argument lautet: Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach rechnet sich ohnehin, daher seien zusätzliche Anreize nicht erforderlich. Im Rahmen der EEG-Reform ab 2027 soll die garantierte Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen unter 25 kWp schrittweise abgeschafft werden. Sie galt bisher für 20 Jahre und wurde bereits zum 1. August 2026 geringfügig um ein Prozent abgesenkt. Vor dem 1. Januar 2027 installierte Anlagen sollen ihre zugesicherten Vergütungssätze behalten.
Unabhängig von künftigen politischen Entscheidungen gibt es viele gute Gründe, eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach zu installieren: Selbst erzeugter Solarstrom ist günstiger als Strom aus dem öffentlichen Netz und macht unabhängiger von steigenden Energiepreisen: Je höher der Eigenverbrauch, desto größer ist die Ersparnis. In Kombination mit einem Batteriespeicher kann ein großer Teil des selbst erzeugten Stroms auch abends oder nachts genutzt werden. Photovoltaik erzeugt Strom ohne CO2-Emissionen und trägt dazu bei, fossile Energieträger zu ersetzen. Darüber hinaus steigert eine PV-Anlage den Wert einer Immobilie.
Eine PV-Anlage kann den Strom für eine Wärmepumpe oder zum Laden eines Elektroautos liefern. Dadurch sinken die laufenden Energiekosten erheblich. Hochwertige Solarmodule erreichen heute eine Lebensdauer von 25 Jahren oder mehr und verursachen gleichzeitig nur einen geringen Wartungsaufwand. Zudem gelten für viele private PV-Anlagen steuerliche Erleichterungen.
Fazit: Eine PV-Anlage ist ein wichtiger Beitrag zur Energiewende und stärkt zugleich eine dezentrale und krisenfeste Energieversorgung.
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