Für Eigentümer stellt sich deshalb die Frage, wie sich Immobilien durch Bauen, Umbauen und Sanieren langfristig schützen und zukunftsfähig machen lassen.
Hitzeschutz wird wichtiger
Lange Zeit lag der Schwerpunkt beim Bauen und Sanieren vor allem darauf, Gebäude im Winter möglichst energieeffizient und warm zu halten. Angesichts zunehmender Hitzeperioden reicht dieser Ansatz jedoch nicht mehr aus. Ein guter Wärmeschutz sollte heute auch verhindern, dass sich Wohnräume im Sommer zu stark aufheizen.
Das betrifft insbesondere ältere Menschen und andere vulnerable Gruppen. Neben einer gut gedämmten Gebäudehülle können beispielsweise außenliegender Sonnenschutz, geeignete Fenster, Verschattung und eine durchdachte Begrünung dazu beitragen, die sommerliche Hitze in Gebäuden und Quartieren zu reduzieren. Auch bei der Stadtplanung müssen künftig ausreichend Grünflächen, Bäume und Möglichkeiten zur nächtlichen Abkühlung berücksichtigt werden.
Schutz vor Starkregen und Hochwasser
Der Klimawandel erhöht nicht nur die Gefahr extremer Temperaturen. Auch Starkregen und Hochwasser können Gebäude, Straßen und technische Infrastruktur erheblich beschädigen. Deshalb gewinnt der Schutz vor eindringendem Wasser bei Neubauten und Sanierungen an Bedeutung.
Mögliche Maßnahmen reichen von einer angepassten Gebäudeplanung über Rückhalteflächen und Entsiegelung bis hin zu baulichen Schutzvorkehrungen. Entscheidend ist ein Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen auf Gebäude-, Quartiers- und Stadtebene.
Wasser wird zur Zukunftsfrage
Gleichzeitig können lange Trockenperioden und niedrige Wasserstände die Versorgung mit Wasser zunehmend erschweren. Damit rücken der Schutz von Grundwasserreserven und ein sparsamer Umgang mit der Ressource Wasser stärker in den Fokus. Städte und Gemeinden müssen sich deshalb frühzeitig mit möglichen Nutzungskonflikten und Strategien für längere Dürreperioden auseinandersetzen.
Energetisch sanieren und Klima schützen
Auch der Gebäudebestand spielt beim Klimaschutz eine zentrale Rolle. Energetische Sanierungen können den Energieverbrauch senken und gleichzeitig den Wohnkomfort verbessern. Maßnahmen an Dach, Fassade und Fenstern, der Einsatz erneuerbarer Energien sowie eine moderne Wärmeversorgung sind wichtige Bausteine. Sanieren wird zunehmend zu einer Investition in die Zukunftsfähigkeit der eigenen Immobilie.
Was für Immobilieneigentümer wichtig wird
Bis 2045 soll der gesamte Gebäudebestand in Deutschland vollständig klimaneutral sein. Die Sanierungsrate im Bestand gilt derzeit jedoch als zu niedrig, um diese Ziele zu erreichen. Hauseigentümer können ihre Gebäude schrittweise durch energetische Sanierungen der Gebäudehülle, den Wechsel zu erneuerbaren Energien und die Nutzung staatlicher Programme zukunftssicher und klimaneutral gestalten.
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